Diesel vs. Elektro: der echte TCO-Vergleich für Flotten
Über die gesamte Laufzeit fährt ein E-Transporter günstiger als ein Diesel — aber nur, wenn Sie mit eigenem Strom laden. Mit eigenem Solarstrom kostet Sie ein Transporter rund 2,70 € statt ~16,70 € je 100 km. Am öffentlichen Schnelllader dagegen ist Elektro oft teurer als Diesel. Der TCO-Vergleich entscheidet sich nicht am Fahrzeug — er entscheidet sich an der Steckdose.
Was bedeutet TCO bei einer Flotte?
TCO (Total Cost of Ownership) sind die Gesamtkosten über die ganze Lebensdauer eines Fahrzeugs — nicht nur der Kaufpreis. Dazu zählen Anschaffung, Energie (Diesel oder Strom), Wartung, Versicherung, Kfz-Steuer und Restwert. Bei Diesel gegen Elektro entscheidet vor allem ein Posten: die Energiekosten je 100 km. Hier liegt der größte Hebel — und genau hier wird der Vergleich oft falsch gerechnet, weil viele am teuren öffentlichen Netz statt am eigenen Strom kalkulieren.
Was kostet ein gefahrener Kilometer wirklich?
Es kommt darauf an, womit Sie laden — und die Spanne ist enorm. Hier die drei Wege, eine E-Flotte zu versorgen, gegen den Diesel gestellt, mit web-verifizierten Marktzahlen:
| Versorgung | Verbrauch | Energiepreis | Kosten je 100 km |
|---|---|---|---|
| Diesel-Transporter | ~9 L/100 km | ~1,86 €/L | ~16,70 € |
| E-Transporter, öffentlich schnellladen | ~27 kWh/100 km | ~0,60 €/kWh | ~16,20 € |
| E-Transporter, Gewerbestrom-Netz | ~27 kWh/100 km | ~0,25 €/kWh | ~6,75 € |
| E-Transporter, eigener Solarstrom | ~27 kWh/100 km | ~0,10 €/kWh | ~2,70 € |
Beispielrechnung, Stand Juni 2026 — Annahmen klar gelabelt. Diesel: ~1,86 €/L ist der bundesweite Tagesdurchschnitt am 1. Juni 2026 (ADAC, SpritFuchs). Achtung, ehrlich gerechnet: dieser Preis ist durch den Tankrabatt (Energiesteuer-Senkung −14,04 ct/L, befristet 1. Mai–30. Juni 2026) künstlich niedrig — ohne Rabatt liegt Diesel eher bei ~2,00 €/L (~18,00 € je 100 km). Wir rechnen den Diesel also bewusst günstig, damit der Vergleich fair bleibt. Strom: Gewerbestrom-Neuabschlüsse für kleine/mittlere Betriebe ~16,7 ct/kWh netto (BDEW-Strompreisanalyse Jan. 2026); mit Netzentgelten und Abgaben hier konservativ mit 25 ct/kWh angesetzt. Öffentliches Laden: DC-Schnellladen im Schnitt ~0,60 €/kWh, ad-hoc ohne Vertrag bis 0,99 €/kWh (ADAC). Verbrauch: E-Transporter real ~27 kWh/100 km. Solar: Stromgestehungskosten kleiner Aufdach-PV-Anlagen 6,4–13,0 ct/kWh (Fraunhofer ISE, Studie Juli 2024), hier mit 10 ct angesetzt.
Zwei Dinge springen ins Auge. Erstens: Öffentliches Schnellladen ist teuer wie Diesel — bei ad-hoc-Preisen sogar teurer. Wer seine E-Flotte unterwegs ad-hoc lädt, verbrennt die E-Auto-Ersparnis wieder. Zweitens: Eigener Solarstrom dreht das Verhältnis komplett um — von ~16,70 € auf ~2,70 € je 100 km. Das ist der eigentliche Hebel.
Was kostet ein Fahrzeug über 5 Jahre — alle Posten?
Energie ist der größte, aber nicht der einzige Unterschied. E-Fahrzeuge sind in der Wartung günstiger (kein Ölwechsel, weniger Verschleiß), bei der Kfz-Steuer befreit und bringen über die THG-Quote bares Geld. Hier der vollständige TCO-Vergleich pro Fahrzeug bei 30.000 km/Jahr:
| Posten (pro Jahr, bei 30.000 km) | Diesel-Transporter | E-Transporter (Netzstrom) | E-Transporter (eigener Solarstrom) |
|---|---|---|---|
| Energie / 100 km | ~16,70 € | ~6,75 € | ~2,70 € |
| Energie pro Jahr | ~5.010 € | ~2.025 € | ~810 € |
| Wartung & Verschleiß | ~1.500 € | ~900 € | ~900 € |
| Kfz-Steuer | ~190 € | 0 € (befreit) | 0 € (befreit) |
| THG-Quote (Einnahme) | — | −400 € | −400 € |
| Summe pro Fahrzeug / Jahr | ~6.700 € | ~3.425 € | ~2.210 € |
| Über 5 Jahre | ~33.500 € | ~17.125 € | ~11.050 € |
| Ersparnis ggü. Diesel / 5 J. | — | ~16.375 € | ~22.450 € |
Beispielrechnung, Stand Juni 2026 — Annahmen klar gelabelt. Ohne Anschaffung/Restwert (separat unten). Wartung Diesel vs. Elektro als Erfahrungswert (E ohne Ölwechsel/Abgasanlage). Kfz-Steuer-Befreiung für reine E-Nutzfahrzeuge (ADAC THG-Quote). THG-Quote für leichte Nutzfahrzeuge (N1) ~400–427 €/Jahr (nextmove THG) — konservativ mit 400 € angesetzt, steuerpflichtig als Betriebseinnahme. Diesel-Energie bewusst zum rabattierten Tiefpreis gerechnet; ohne Tankrabatt fällt die Ersparnis noch höher aus.
Aber der E-Transporter ist doch teurer in der Anschaffung — rechnet sich das?
Ja — bei Vielfahrern mit eigenem Strom meist in wenigen Jahren. Stimmt: Ein E-Transporter kostet in der Anschaffung mehrere Tausend Euro mehr als ein vergleichbarer Diesel. Aber die obige Tabelle zeigt: Mit eigenem Solarstrom sparen Sie rund 22.000 € pro Fahrzeug über 5 Jahre allein im laufenden Betrieb. Damit ist der Anschaffungs-Aufpreis bei einem Vielfahrer oft schon nach 2–3 Jahren wieder eingefahren — ab da fahren Sie schlicht günstiger als je mit Diesel. Den exakten Kipppunkt für Ihren Aufpreis und Ihre Kilometer rechnen wir Ihnen aus.
Was bedeutet das für Ihre ganze Flotte?
Multiplizieren Sie die Ersparnis mit Ihrer Fahrzeugzahl — dann wird der Hebel sichtbar:
- Pro Fahrzeug: ~4.500 € weniger laufende Kosten pro Jahr (Solarstrom vs. Diesel) [Beispiel, Stand Juni 2026].
- Bei 10 Fahrzeugen: rund 45.000 € jährlich — Geld, das sonst aus dem Auspuff geht.
- Über 5 Jahre: ein sechsstelliger Betrag, allein im Betrieb — bevor Förderung überhaupt mitgerechnet ist.
Der entscheidende Faktor, den viele übersehen: womit Sie laden
Der TCO-Vergleich kippt nicht am Fahrzeug — er kippt an der Steckdose. Wer denselben E-Transporter öffentlich lädt, fährt teuer wie Diesel; wer ihn mit eigenem Solarstrom und Batteriespeicher lädt, fährt für einen Bruchteil. Der Speicher — bei Fischer Stromwerk der „Tanker" Ihres Hofs — sammelt den günstigen Mittagsstrom und gibt ihn ab, wenn die Flotte abends zurück ist. Ohne ihn müssten Sie Überschuss für magere Einspeisevergütung abgeben, statt selbst zu tanken. Das ist der Unterschied zwischen einem rentablen und einem teuren Umstieg.
Warum Fischer Stromwerk das ehrlich rechnen kann
Fischer Stromwerk ist ELMI-Power-Fachpartner mit Sitz in Delbrück (Ostwestfalen-Lippe) und betreut Flotten deutschlandweit. Wir bauen derzeit selbst eine 130-kWp-PV-Anlage mit ELMI-Speicher- und Ladesystem auf dem eigenen Hof. Wir rechnen Ihnen keinen Verkaufsprospekt vor — wir zeigen Ihnen Zahlen aus gelebtem Betrieb. Ansprechpartner ist Jens Fischer persönlich.
Häufige Fragen (FAQ)
Der Anschaffungspreis ist doch viel höher — lohnt sich das überhaupt? Ja, bei Vielfahrern mit eigenem Strom meist nach 2–3 Jahren. Der höhere Kaufpreis ist real, wird aber von der Betriebs-Ersparnis (~22.000 €/Fahrzeug über 5 Jahre mit Solarstrom) eingeholt. Den Kipppunkt für Ihren konkreten Aufpreis rechnen wir aus.
Wie sieht es mit dem Restwert von E-Transportern aus? Der gewerbliche Gebrauchtmarkt für E-Nutzfahrzeuge ist jünger und schwerer zu prognostizieren als beim Diesel — das ist ein ehrliches Restrisiko. Es trifft aber nur einen Teil der Rechnung: Die laufende Energie-Ersparnis ist so groß, dass sie auch bei vorsichtig angesetztem Restwert den Diesel über die Laufzeit schlägt. Wir setzen den Restwert in Ihrer Analyse bewusst konservativ an.
Reicht die Reichweite für unseren Einsatz? Für die meisten gewerblichen Routen ja — typische Liefer- und Handwerker-Touren liegen unter der Tagesreichweite aktueller E-Transporter, und über Nacht wird auf dem Hof geladen. Reichweite wird vor allem dann zum Thema, wenn Fahrzeuge tagsüber unterwegs nachladen müssen. Genau Ihre Routen prüfen wir vor jeder Empfehlung.
Was, wenn ein Fahrzeug mal nicht voll geladen ist — fällt es dann aus? Bei Übernacht-Ladung auf dem Hof ist jedes Fahrzeug morgens voll. Der Batteriespeicher puffert zusätzlich ab, sodass auch bei mehreren Fahrzeugen gleichzeitig geladen werden kann, ohne den Netzanschluss zu sprengen. Für Sonderfälle bleibt das öffentliche Schnellladen als Rückfalloption — teurer, aber selten gebraucht.
Ist öffentliches Laden wirklich teurer als Diesel? In vielen Fällen ja. DC-Schnellladen kostet im Schnitt ~0,60 €/kWh, ad-hoc bis 0,99 €/kWh — das liegt je 100 km auf Diesel-Niveau oder darüber. Deshalb ist eigener Solarstrom plus Speicher der entscheidende Hebel, nicht das Fahrzeug allein.
Was bringt die THG-Quote pro Fahrzeug? Für leichte E-Nutzfahrzeuge (N1) etwa 400–427 € pro Jahr und Fahrzeug, ausgezahlt von THG-Vermarktern — bei einer Flotte summiert sich das. Die Prämie ist als Betriebseinnahme steuerpflichtig und schwankt mit dem Quotenmarkt; in unserer Rechnung ist sie konservativ mit 400 € enthalten.
Ihr nächster Schritt
Ob sich der Umstieg für Ihre Flotte rechnet — und ab welchem Jahr — hängt von Ihren Kilometern, Fahrzeugen und Ihrem Dach ab, nicht von einer Faustformel. Fischer Stromwerk erstellt Ihnen eine kostenlose Rentabilitäts-Analyse: Wir rechnen Ihren konkreten TCO-Vergleich durch — Diesel-Ist-Kosten, Solar-Potenzial, Speichergröße, THG und Förderung — und zeigen Ihnen schwarz auf weiß, ab wann Sie sparen.
➜ Jetzt kostenlose Rentabilitäts-Analyse anfordern — unverbindliches Erstgespräch mit Jens Fischer.
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